Wildkräuter: Ernten statt Jäten

Veröffentlicht am 21.02.2019
Im Garten wächst oft Unkraut, das meist unbeachtet auf dem Kompost landet. Doch es geht auch anders: Bereichern Sie Ihren Speiseplan mit grünen Vitaminbomben aus der Natur.

Brennnessel, Spitzwegerich, Löwenzahn oder Vogelmiere sind Pflanzen, die gerne als Unkraut gejätet und kompostiert werden. Dabei enthalten sie wertvolle Vitamine und Mineralien. Möchten Sie Wildkräuter sammeln, ist es wichtig nur an „sauberen Orten“ zu ernten. Sammelstellen in der Nähe von Straßen, Ackerflächen mit möglichem Pestizideinsatz oder Parks, in denen viele Tiere unterwegs sind, sollten Sie meiden. Gehen Sie respektvoll mit der Natur um und sammeln Sie nur so viel, wie Sie auch tatsächlich verarbeiten.

Achten Sie auf Qualität
Wildkräuter sammeln Sie am besten zwischen 10 und 14 Uhr. Dann ist der Sonnenstand am höchsten und die Kräuter sind aromatischer. Junge Blätter sind feiner im Aroma, weshalb Sie diese bevorzugt ernten sollten. Achten Sie beim Sammeln auf Schneckenspuren oder Fraßspuren und sammeln Sie nur gesunde und saubere Wildkräuter.

Pflanzenporträt: Brennnessel
Vermutlich hat sich jeder schon einmal an den feinen Brennhärchen der Brennnessel „verbrannt“. Doch die Pflanze enthält viel Eisen, Calcium, Eiweiß, Magnesium, Kieselsäure, Vitamin A und C. Gerade im Frühjahr in Smoothies verarbeitet oder als Gemüse, wirkt sie als wahre Energiebombe. Allerdings sollte sie von Menschen, die an Herz- und Nierenschwäche leiden wegen ihrer entwässernden Wirkung nicht verzehrt werden. Auch bei einer Histaminintoleranz sollten Sie die Brennnessel vermeiden, da in der Brennflüssigkeit Histamin enthalten ist.

Pflanzenporträt: Löwenzahn
Der Löwenzahn steht mit seinen strahlend gelben Blüten im Frühling und Sommer auf Wildwiesen. Gerade als Frühjahrskur in Tees oder als Gemüse, ist der Löwenzahn eine gute Wahl. Das Wildkraut ist reich an Provitamin A und Eisen und wirkt magenstärkend, blutreinigend und hilft dem Körper sich von Giftstoffen zu befreien. Im Geschmack sind alle Teile des Löwenzahns eher herb. Bei Gallensteinen, Darmverschluss oder Verschluss der Gallengänge darf Löwenzahn nicht angewandt werden.

Tipp: Interessieren Sie sich für Wildkräuter und Ihre Verarbeitung, lohnt sich ein umfassendes Wildkräuter-Buch, mit Pflanzenporträts, Bestimmungsmerkmalen und Rezepten. Sammeln Sie nie Kräuter, die Sie nicht eindeutig bestimmen können. Oder suchen Sie in Ihrem Umkreis nach einem Wildkräuterseminar.




Bildquellen:
Wildkräuter: Ernten statt Jäten: uschi dreiucker / pixelio.de

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